Schüler wählen Top-15-Wunschliste für die Ziehung aus

Für rund 3 500 Schülerinnen und Schüler gibt es bei der Ziehung an Schützen tolle Preise zu gewinnen

Wo Erwachsene oft lange überlegen müssen, welche Preise bei den Schülern wohl gut ankommen, wussten die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr erstmals eine Top-15-Wunschliste zusammengestellt haben, sofort was ihren Mitschülern in der jeweiligen Altersstufe gefallen könnte. Foto: Gabi Ruf-Sprenger



BIBERACH (grs) – Erstmals in diesem Jahr hat die Stiftung Schützendirektion Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, 6 und 7 eingeladen, bei der Auswahl der Ziehungspreise für die Ziehung am Schützenmontag eine Vorauswahl zu treffen. 

Monika Lessmeister, Leiterin der Grundschule Rißegg, ist seit 15 Jahren aktiv beim Ziehungs-Team dabei und seit diesem Jahr innerhalb der Stiftung verantwortlich für die Ziehung. Sie hatte die Idee, die Qual der Wahl nicht allein den Mitgliedern der Stiftung und deren Partnern zu überlassen, sondern jene mit ins Auswahl-Team zu holen, die sich bei der Ziehung an Schützen über die Preise freuen dürfen: nämlich die Schüler selbst. 

Markus Pfab, Leiter der Dollinger Realschule und innerhalb der Stiftung für den Bereich Schulen verantwortlich, freut sich: „Wir kommen so viel näher an die Wünsche unserer Kundschaft, der  Kinder, heran.“ Monika Lessmeister erklärt wie's funktioniert: „Die Schüler haben den Auftrag bekommen, ihre Top-15- Preise aus den Waren auszuwählen und zu kennzeichnen, welche wir zuvor bei Biberacher Einzelhändlern bestellt hatten. Dabei soll aus allen Interessensbereichen etwas dabei sein: Sport, Spiel, Buch, Textil und Taschen, Nippes, Malen und Basteln, Technik. Es ist ein Versuch, die Schüler intensiver mit einzubinden und auch Verständnis dafür zu schaffen, dass es zwar Vieles gibt, was einem gefällt, dass aber die Ziehung immer noch eine Lotterie ist und auch eine Portion Glück dazu gehört, genau das zu ziehen, was man sich wünscht. Falls es mit dem Wunschpreis dann nicht klappt, ist tauschen eine gute Option. Die meisten Kinder, so zeigt die Erfahrung, freuen sich auf die Ziehung und können es verkraften, wenn sie nicht ihren Traumpreis gewinnen.“ 

Die Schülerinnen und Schüler, selbst alles „alte Ziehungshasen“, die schon mehrfach selbst an der Ziehung teilgenommen haben, hatten dann prompt innerhalb von 30 Minuten eine ganze Reihe toller Preise ausgewählt. Selbstverständlich haben sie dabei nicht nur an ihre eigenen Interessen gedacht, sondern auch überlegt, was anderen Schülerinnen und Schülern ihrer Altersklasse gut gefallen könnte. 

Bei der Ziehung gibt es zudem für jedes Kind eine Dose der begehrten Schützengutsle, die von der Firma Boehringer Ingelheim gestiftet werden. Alle Schülerinnen und Schüler bekommen außerdem einen von der Firma Gerster gestifteten Schützenbatzen in Höhe von 3,50 Euro, der über die Schulen ausgegeben wird.

An der Ziehung nehmen alle Schülerinnen und Schüler der Biberacher Schulen von Klasse eins bis sieben teil. Für dieses Jahr sind rund 3 500 Schüler gemeldet, jedoch wird sich diese Zahl noch ändern, da selbstverständlich auch die Flüchtlingskinder an der Ziehung teilnehmen werden. In den Vorbereitungsklassen der Grund- und weiterführenden Schulen sind derzeit rund 120 Flüchtlingskinder. Wie viele noch kommen, ist unklar. Abzuschätzen, wie viele Kinder insgesamt in diesem Jahr an der Ziehung teilnehmen werden, ist daher momentan etwas schwierig. Dennoch wird es für alle Kinder Preise zu gewinnen geben. Die Schülerzahl wird kurz vor Schützen noch einmal geprüft und es werden gegebenenfalls noch Preise nachgeordert. 

Selbstverständlich werden bei der Auswahl der Preise für die Kinder nicht nur das Alter, sondern auch deren spezielle Bedürfnisse berücksichtigt. So werden etwa die Preise für die Kinder der Schwarzbach Schule für geistig behinderte Schüler und des Körperbehindertenzentrums Oberschwaben (KBZO) von den Lehrerinnen und Lehrern dieser Schulen direkt ausgewählt. 

Der Wert der einzelnen Preise liegt im Durchschnitt bei neun Euro. Der Wert der Hauptpreise liegt bei bis zu 150 Euro je Klassenstufe. Die Stiftung Schützendirektion, die die Ziehungspreise beim Biberacher Einzelhandel bestellt und bezahlt, hat in diesem Jahr dafür rund 35 000 Euro veranschlagt.