Bürgermedaille für „zwei ganz Große“

Mit der Bürgermedaille, einer der höchsten Auszeichnungen der Stadt, ehrte Oberbürgermeister Zeidler „zwei ganz Große des Biberacher Schützenfestes.“ Das Gespann Klaus Bott und Wolfgang Ocker sei über die Jahre hinweg als „ein Herz und eine Seele“ für das Schützenfest aufgetreten und auch so wahrgenommen worden.

Im Jahr 1999 habe Klaus Bott den Posten des ersten Vorsitzenden der Biberacher Schützendirektion übernommen, der er bereits seit 1993 angehörte, und er habe in seinen 18 Jahren Amtszeit gemeinsam mit Wolfgang Ocker sehr vieles verändert und bewegt.

Eine der bedeutendsten Entscheidungen in der Amtszeit Klaus Botts sei sicherlich die rechtliche Überführung der Schützendirektion in eine Stiftung gewesen. „Durch die Stiftungsgründung haben wir Rechtssicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit“, betonte Norbert Zeidler.

Auch ansonsten habe es zahlreiche Modernisierungen im Laufe der Amtszeit von Klaus Bott gegeben, unter anderem, dass die Generalprobe des „Tanz durch die Jahrhunderte“ am Mittwoch als vollwertige Veranstaltung aufgenommen wurde oder dass der Bieranstich bereits auf den Freitag vorgezogen wurde. „Herr Bott hat dieses Fest im Laufe seiner 18-jährigen Amtszeit sehr geprägt“, sagte der OB. Klaus Bott sei aber nicht nur in der Schützendirektion viele Jahre aktiv gewesen. 25 Jahre lang war er Abteilungsleiter der Tanzsportabteilung der TG. Erst als die Aufgaben im beruflichen Bereich und im Rahmen der Schützendirektion immer größer wurden, habe er sein Amt bei der Tanzsportabteilung 2003 niedergelegt. Seit 1993 ist er Rektor der Birkendorf Grundschule.

Abschließend sagte Norbert Zeidler, Klaus Bott habe sein Schützenfest immer als „heilige Halle“ verstanden, als Ort der Heimat, als Heimatliebe im positivsten Sinne.

Wolfgang Ocker habe die historischen Festzüge nicht nur organisiert, sondern bei aller Organisation nie das große Ganze aus dem Blick verloren. Er sei die treibende Kraft gewesen, dass im Laufe der Jahre immer wieder Gruppen in den Umzug aufgenommen wurden. Im Rahmen seines Aufgabengebiets Festzüge sei Wolfgang Ocker verantwortlich gewesen für alle Entscheidungen zur Sicherheit der teilnehmenden Fahrzeuge, Reiter und Fahrer und auch die Requisitenhalle sei in seinen Zuständigkeitsbereich gefallen. Eine Neuerung sei auch die Beauftragung eines Sicherheitsdienstes gewesen, der gemeinsam mit den Polizeistreifen und dem Kommunalen Ordnungsdienst sowohl auf dem Gigelberg als auch in der Innenstadt Präsenz zeige und bei Bedarf auch sofort einschreiten könne.

Auf Ockers Initiative hin sei der ökumenische Gottesdienst an Bauernschützen in die wunderschöne Marktplatzkulisse verlegt worden. All diese Tätigkeiten für das Biberacher Schützenfest habe der Wahl-Oberhöfener viele Jahre lang parallel zu seiner überaus fordernden beruflichen Aufgabe als Verwaltungsleiter der Kreiskliniken Biberach geleistet.

In der Ära Bott/Ocker sei das Schützenfest fit gemacht worden für die Zukunft, stabil und sicher aufgestellt und organisiert. „Unser Schützenfest ist sattelfest für die Zukunft!“, lobte Norbert Zeidler.



Text mit freundlicher Genehmigung von BIBERACH KOMMUNAL

Bilder: Florian Achberger