PRESSEMITTEILUNG

Das Biberacher Schützenfest soll kein immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe werden.

Das hat die Stiftung Schützendirektion Biberach in ihrer jüngsten Sitzung am Montagabend einstimmig beschlossen. 

Die Stiftung Schützendirektion kann keinen Vorteil für das Biberacher Schützenfest erkennen, der mit dem Zertifikat „Immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe“ verbunden wäre und wird deshalb keinen entsprechenden Antrag bei der Deutschen UNESCO-Kommission stellen, weder alleine noch im Verbund mit Ravensburg und Dinkelsbühl.

Die Stiftung Schützendirektion möchte nachfolgenden Generationen die Handlungsspielräume offen halten, bei der Organisation des Schützenfestes auf die jeweiligen gesellschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehen zu können und das Fest nicht im Status quo einfrieren.  

Einen zusätzlichen Imagegewinn und überregionalen Besucherzustrom, der mit der Anerkennung des Festes als immaterielles UNESCO-Weltkulturerbe verbunden wäre, sucht das Schützenfest nicht. Die Stiftung Schützendirektion möchte das Biberacher Schützenfest nicht ausweiten, sondern seinen Charakter als ein Fest von und für Biberacher erhalten. 

Alle Belange des Schützenfestes werden Jahr für Jahr eng mit der Spitze der Stadtverwaltung abgestimmt, die voll und ganz hinter dem Biberacher Schützenfest steht und in der Schützendirektion gut vertreten ist. Die Stiftung Schützendirektion sieht es als ihre Kernaufgabe, gemeinsam mit der Stadt Biberach ein für alle Festbesucher und Mitwirkenden attraktives und möglichst sicheres Schützenfest zu organisieren. Eines UNESCO-Zertifikates bedarf es dafür nicht.