Waschen, bügeln, nähen – auf der Schützenbühne wird fleißig gearbeitet

BIBERACH (grs) - Für die meisten ist Schützen nun vorbei. Nicht so für die zehn Damen rund um Ute Löffler auf der Schützenbühne im Dachgeschoss der Pflugschule: Kaum haben die Umzugsteilnehmer, Kleider, Mäntel, Jacken, Westen, Blusen, Hemden, Hosen, Schürzen, Strümpfe, Strumpfhosen, Schuhe, Stiefel, Mützen, Kappen, Schärpen, Taschen und Gürtel abgegeben, haben die Damen mit der großen Wäsche begonnen.

Ute Löffler im Wäscheberg



Die Reiter und Fahrer sind die ersten, die noch an Bauernschützen in der Requisitenhalle ihre Kostüme und Stiefel abgeben. Ab Montag werden dann die Kostüme der Kinder aus den Schulen angeliefert oder selbst abgegeben. Und so werden bis 8. August all die Kostüme ausgebürstet, gewaschen und getrocknet. 

An den besonders edlen Kostümen, wie zum Beispiel Kleidern der Spitalgruppe, müssen derzeit zudem noch die Satinärmel vom Samt der Robe abgetrennt werden, bevor auch diese Kostüme gereinigt werden können. Das gilt auch für Spitzenkragen, Rüschen und anderes Zierwerk. Nach den Sommerferien werden die Blusen und Hemden gebügelt, Socken gestopft, Knöpfe angenäht und andere Schäden behoben – und es wird auch all der Zierrat wieder von Hand an die gereinigten edlen Roben angenäht. Insgesamt 1300 Kostüme müssen fürs nächste Jahr in Ordnung gebracht werden. Nur die großen wertvollen Roben werden in einen Fachbetrieb gegeben, um sie von Schmutz und dem Schweiß der Pferde zu reinigen. Alles andere waschen, stärken und bügeln die Frauen auf der Schützenbühne. Denn auch hier gilt: Nach der Schützen ist vor der Schützen.