2015: Die kleine Meerjungfrau

Tief unten auf dem Meeresgrund bei Königs Nautilus geht der langersehnte Wunsch von Alina, der kleinen Meerjungfrau in Erfüllung. Sie darf endlich an die Meeresoberfläche schwimmen, um die geheimnisvolle Welt der Menschen kennen zu lernen. Eine vorwitzige Krabbe stört immer wieder das schöne Fest und muss Alina zur Strafe begleiten. Als die beiden auftauchen, erblicken sie das Schiff „Windsbraut“, auf dem ein Klabautermann sein Unwesen treibt. Da braut sich ein Unwetter zusammen! Als der Prinz von Bord gespült wird, rettet ihn Alina. Beide versprechen, sich in drei Tagen im Palast des Prinzen wiederzutreffen. 

In einer unheimlichen Unterwasserhöhle lebt die Meerhexe Morla mir ihrer Tochter Medusa. Furchtlos erreicht Alina die Höhle und berichtet über den Prinzen und über ihren sehnlichsten Wunsch, ihren Fischschwanz gegen menschliche Beine einzutauschen. Medusa – vor Neid und Habgier zerfressen – will anstelle von Alina den Prinzen heiraten und macht sich sogleich auf den Weg. Alina soll hingegen bei den Piraten festgehalten werden, bis Medusa die Vermählung mit dem Prinzen geglückt ist. Alina - nun mit Menschenbeinen - wird zusammen mit Kasimir von der wilden Piratenbande gefangen genommen. In letzter Sekunde verlassen sie das Piratennest und erreichen gerade noch rechtzeitig das Schloss! Alles ist für die Hochzeit vorbereitet. Doch dann....... Mehr wird nicht verraten! Nur soviel: Zum Schluss singen wieder alle Mitwirkenden: „Rund um mich her, ist alles Freude!“

 

Gedicht der kleinen Meerjungfrau


Noch nie hab ich die Menschenwelt gesehen

Doch sie ist einfach unbeschreiblich schön!

Der Himmel, der sich über die Erde spannt!

Liebkost wie ein Mantel, Wasser und Land.

 

Die Vögel, Tiere und Pflanzen all

Tummeln sich auf dem Erdenball.

Und auch die Menschen, ob groß, ob klein!

Ach, könnte ich immer hier oben sein.

 

Ich möchte tauschen mein kühles Nass

gegen Sonne, Wind und grünes Gras.

Möchte Freiheit atmen und frische Luft.

Ewig genießen diesen irdschen Duft.

 

Mein Herz, das bricht von Stund zu Stund.

Möchte niemals zurück auf den Meeresgrund.

Meine Seele findet nimmermehr Ruh!

Oh wär ich doch ein Mensch wie du!

 

(Yvonne von Borstel)